Abwasserentsorgung im Gemeindegebiet

Die Kanalgebühr setzt sich aus einer Grundgebühr und einer personenbezogenen Gebühr nach Belastungseinheiten (BE) zusammen.

Pro Person und Jahr wird 1,0 BE (Belastungseinheit) verrechnet.
Für Kinder, Schüler und Studenten ohne eigenes laufendes Einkommen werden lediglich 0,10 BE verrechnet. 

Ab dem Jahr, in welchem das 18. Lebensjahr vollendet wird, erfolgt die Vorschreibung mit einer Belastungseinheit. Gegen Vorlage eines Nachweises (Inskriptions- bzw. Schulbesuchsbestätigung) kann weiterhin der begünstigte Tarif von 0,10 BE vorgeschrieben werden.


Die derzeit gültigen Kanalbenützungs- und Kanalanschlussgebühren finden Sie unter der Rubrik Gebühren und Hebesätze.

Die gültige Kanalgebührenordnung und die aktuelle Kanalordnung finden Sie unter der Rubrik Verordnungen.

Informationen zum öffentlichen Kanal

Jede Gemeinde ist verpflichtet, jährlich einen Voranschlag und einen Rechnungsabschluss zu erstellen.

Darin sind sämtliche Geldflüsse des laufenden Jahres gemäß gesetzlichen Vorgaben darzustellen. Sowohl der Voranschlag als auch der Rechnungsabschluss liegen zwei Wochen zur öffentlichen Einsicht auf und werden in öffentlichen Gemeinderatssitzungen beschlossen.

Die Führung des Gemeindebudgets erfolgt nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit.

Die Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen überprüft als Aufsichtsbehörde im Namen der Landesregierung, ob diese Grundsätze eingehalten werden. Das jeweilige Ergebnis der Überprüfung wird dem Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung zur Kenntnis gebracht.

Bgm. Schaur ist es wichtig, die Bürger darüber zu informieren, dass die Einhebung und Verwendung der Kanalgebühren gleichermaßen nach den landesgesetzlichen Vorgaben durchgeführt wurden.
Die Kanalgebühren sind zweckgebunden und können nur für diesen Bereich auch wieder ausgegeben werden.

Für die jährliche Festsetzung der einzuhebenden Mindestgebühren gemäß Landesvorgaben erstellt jede oberösterreichische Gemeinde eine Kanalgebührenkalkulation.

Der Gemeinderat hat bereits vor Jahren festgelegt, dass sich die jährliche Kanalgebühr aus einer Grundgebühr pro angeschlossenem Objekt und einer personenbezogenen Gebühr zusammensetzt. Kinder, Schüler und Studenten, ohne eigenem laufenden Einkommen sind 90 % ermäßigt.

Welche Ausgaben sind für das öffentliche Kanalsystem neben der Herstellung von neuen Aufschließungen von Grundstücken in den nächsten Jahren zu erwarten:

Das Kanalsystem der Marktgemeinde Taufkirchen an der Trattnach wurde gemäß Wasserrechtsbescheid in fünf Zonen eingeteilt. Diese Zonen müssen alle 10 Jahre durch eine Kamerabefahrung überprüft und die festgestellten Mängel saniert werden.

Diese Verantwortung trifft alle oberösterreichischen Gemeinden!

Folgende fünf Zonen sind bis 2022 zu überprüfen und zu sanieren und dann alle 10 Jahre wiederkehrend:

Zone 1:    5.590 lfm    31. Dezember 2014
Zone 2:    9.180 lfm    31. Dezember 2016
Zone 3:    9.145 lfm    31. Dezember 2018
Zone 4:    7.265 lfm    31. Dezember 2020
Zone 5:    7.000 lfm    31. Dezember 2022


Für die Zone 1 wurde eine Kamerabefahrung durchgeführt. Die Kosten laut Ausschreibung für Erstellung Leitungskataster, Kamerabefahrung, Sanierungskonzept und Sanierung inklusive der Sanierung von 75 undichten Haltungen belaufen sich auf ca. EUR 259.000 netto, davon entfallen EUR 198.840,30 netto rein auf die Sanierung.

Der Sanierungsauftrag wurde in der Gemeinderatssitzung vom Juni 2015 beschlossen und wird derzeit von der Fa. RTi Austria GmbH durchgeführt.

Das Gleiche gilt für die Zone 2, hier sind derzeit Kosten in Höhe von EUR 32.751,71 angefallen.


Da die gesamten Abwasserleitungen unserer Marktgemeinde nach dem 01.04.1973 bewilligt wurden, können keine Fördermittel gemäß der derzeit gültigen Förderrichtlinien für Kommunale Siedlungswasserwirtschaft in Anspruch genommen werden und sind so zur Gänze durch die Gemeinde zu finanzieren.

Gemäß den zitierten Förderrichtlinien für Kommunale Siedlungswasserwirtschaft kann für Neubauten von Abwasserleitungen eine Sockelförderung in Höhe von 8 % in Anspruch genommen werden, der Restbetrag ist zur Gänze durch Anschlussgebühren und die Gemeinde zu finanzieren.

Derzeit wird eine Überarbeitung der Fördermodalitäten durchgeführt. Wie die genaue Fördersituation zukünftig aussieht, kann noch nicht vorhergesagt werden.
Die Bildung von Rücklagen aus den Kanalgebühren ist also für Neubauten von Abwasserleitungen (Schmutz-und Reinwasserkanäle, Hausanschlüsse) bei Siedlungserweiterungen als auch für die Überprüfung, Sanierung und Instandhaltung unerlässlich und gesetzlich vorgesehen.

Die Einhebung von Gebühren ist immer ein sensibles Thema.
Seitens der Gemeinde erfolgt diese umsichtig, vorausschauend und verantwortungsbewusst.


In den letzten Jahrzehnten haben wir Millionen für den Bau von Kanalanlagen investiert. Diese sind instand zu halten, sodass langfristig auch ein sauberes Grundwasser für unseren Lebensraum zur Verfügung steht.

Kanalsanierung